Verein » Chronik » 1982-1990

1982 

  • 1982 MitarbeiterwohnhausNeben der Rekonstruktion wurde auch an die Erweiterung der Einrichtung gedacht. So feierte man im August den Einzug in das neue Mitarbeiterwohnhaus. Geschaffen wurden hier 2 Wohneinheiten.

 

 

 

 

1984

  • 1984 RundholzproduktionAm 04.02.1984 weihte man die Holzwerkstatt ein, die für die Herstellung von Rundholzprodukten errichtet wurde. Die neue Arbeit in der Werkstatt stellte eine Fortsetzung der vor Jahren begonnenen Arbeit im Forst dar, denn nun konnte die geschlossene Produktionskette, vom Pflanzen angefangen bis zum Endprodukt herstellen, von den Menschen mit geistiger Behinderung überschaut werden.

 

1985

  • 1985 MichaelishausDer 1983 begonnene Bau des „Michaelishauses" konnte am 15.09.1985 seiner Bestimmung übergeben werden. Das Haus umfasste 12 Wohnplätze, 2 Appartements und 1 Wohneinheit für Mitarbeiter. Ziel der Arbeit der Betreuer war es, den Heimcharakter so weit wie möglich zurückzudrängen und das Normalisierungsprinzip umzusetzen. Bei aller Einschränkung haben auch Menschen mit geistiger Behinderung den Anspruch, so sein zu können, wie sie sind. Dazu gehört auch die gesellschaftliche Integration. In den ausgebauten Kellerräumen wurde eine Keramikwerkstatt eingerichtet.

1986

  • Erstmals wurden Frauen mit geistiger Behinderung aufgenommen und damit entstand im „Michaelishaus" eine koedukative Wohngruppe.
  • Der Bau einer 950m langen Heiztrasse sorgte dafür, dass nicht mehr mit Rohbraunkohle geheizt werden musste. Die erforderliche Heizwärme wurde nun vom Heizkraftwerk des VEB Halbmond Teppichwerke Oelsnitz bezogen.
  • Das an das Marienstift angrenzende Grundstück der Gärtnerei Gerth konnte erworben werden, aber nur im Austausch mit einer anderen Fläche, denn es war untersagt, Land an kirchliche Einrichtungen zu verkaufen.

 

19881988 Umstrukturierung WH Marienstift1988 Umstrukturierung WH Marienstift

  • Es fand eine Umstrukturierung der Wohngruppen im Hauptgebäude des Marienstifts nach Aspekten des behindertengerechten Wohnens statt. Federführend dafür war Professor Mahlke von der Uni Würzburg. Gemeinsam gestalteten Bewohner und Mitarbeiter des „Marienstifts" eine Wohngruppe des Hauses nach heilpädagogischen Gesichtspunkten unter Verwendung des Baustoffs Holz und nach den Bedürfnissen der Nutzer ausgerichtet. Im Mittelpunkt stand der geschützte Bettbereich.Dabei wurde versucht, den ungeschützten Bettbereich abzuschaffen durch die Gestaltung von Alkovenbetten, Höhlen also mit „Himmel" und Stauraum darüber und einem großen Kasten darunter für die geliebtesten Dinge. Um das bett herum und an den Wänden, auch darüber, sind die privatesten Dinge, diejenigen, die es durch besitz zu sichern gilt. Aber im Bett muss jeder Bewohner Schutz finden. Raumteiler oder Zwischenwände zur Wahrung der Intimsphäre, besonders bei Mehrfachbelegung, sollten aus der Schlafstelle einen Ort der Geborgenheit machen und zu etwas Eigenem werden lassen.
  • Weiterhin wurde mit der Rekonstruktion der Gärtnerei begonnen.

1990

  • Systematisch wuchs die Zahl der Bewohner auf die Endkapazität von 40 an. 1990 UrlaubsgestaltungAufgrund der kommunalen Wohnungsnot wohnten außerdem in der 80er Jahren bis zu 6 junge Mitarbeiterfamilien mit 10 Kindern in der Einrichtung.Neben einer guten und sinnvollen Arbeit war die Gestaltung der Freizeit der Menschen mit geistiger Behinderung ein wichtiger Bereich. Das Hauptaugenmerk lag auf der Findung von Hobbys und die Hilfestellung bei der Durchführung derselben. Zu den jährlichen Höhepunkten gehörte der Urlaub und die Ausgestaltung der Feste im Kirchenjahr, wie z.B. die Aufführung des Krippenspiels und diese auch in anderen Kirchgemeinden.

 

  • 1990 KapelleNach ca. 2jähriger Bauzeit wurde die Kapelle „Shalom" als geistliches Zentrum der Einrichtung auf dem Gelände des Marienstifts eingeweiht.






 

  • Zusammenfassend ist fetszustellen, dass von 1976 bis zur Wende die Arbeit des Marienstifts von einer regen Bautätigkeit, dies weitgehend in Eigenleistung, begleitet wurde. Die inhaltliche Arbeit stagnierte deshalb keinesfalls, sondern die neuen Gebäude oder durchgeführten Sanierungen waren im Blick auf eine zeitgemäße Behindertenarbeit ausgerichtet und wurden mit Leben ausgefüllt.

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