Verein » Chronik » 1946-1981

1946-1948

  • Im August 1946 befanden sich 87 Kinder im Alter von 2-14 Jahren im Marienstift. „Sie kamen im März in recht verwahrlostem Zustand aus einem Lager zu uns und sind bei uns gesundheitlich und ernährungsmäßig nach bestem Vermögen betreut worden...sie besitzen meist nur das, was sie auf dem Leibe haben. Wir befinden uns daher in einer großen Notlage und wissen kaum, wie wir die Kinder kleiden sollen." (Brief aus dem Marienstift)
  • 1948 waren auch solche Kinder im Heim, die von Behörden zwecks Fürsorgeunterbringung eingewiesen wurden oder im Rahmen der erweiterten Kinderverschickung zur Erholung nach Raschau kamen.
  • Die im Vergleich zu früheren Jahren erhebliche Mehrbelegung bedingte auch die vermehrte Einstellung von Personal, dessen Unterbringung nun erhebliche Schwierigkeiten bereitete. Auch für das zur Unterstützung der Hauseltern Schiller eingestellte zweite Hauselternehepaar sollten bessere Wohnverhältnisse geschaffen werden. Ein Ausbau des Bodens über dem Stall schaffte außer den erforderlichen Personalräumen auch noch weitere Unterbringungsmöglichkeiten für Kinder. Durch die anhaltend hohe Belegungszahl (das Höchste waren 130 Kinder!) war die Abzahlung des Darlehens an die Landesversicherungsanstalt Dresden möglich.

 

1949

  • Obwohl viele Verhandlungen zwischen dem Landeskirchlichen Amt für Innere Mission und dem Ministerium des Inneren geführt wurden, war der Obervogtländische Kreisverein für I. M. gezwungen, sich per 1. Januar 1949 selbst aufzulösen. Sein Vermögen ging mit allen Aktiven und Passiven unter Aufrechterhaltung des bisherigen Verwendungszwecks an die Ev.-luth. Landeskirche Sachsens als Gesamtrechtsnachfolger über. Der Verein in seiner bisherigen Form existierte nicht mehr.
  • Trotz allem blieb die diakonische Arbeit in den Jahren bis zur Neugründung des Vereins nicht stehen.

 

1950-1977

  • Das Marienstift diente weiter als Kinderheim. Nach einem erneuten Umbau wurde es ab dem 1.4.1950 ausschließlich als Kinderkurheim genutzt. Im Juni 1952 trat nach 33jähriger Dienstzeit in dieser diakonischen Einrichtung das Hauselternehepaar Schiller, das maßgeblich die inhaltliche Arbeit und das äußere Erscheinungsbild des Marienstifts prägte, in den wohlverdienten Ruhestand.
  • Das Ehepaar Müller trat an deren Stelle. Bauliche Veränderungen, wie z.B. der Einbau eines Bades im Keller wurden auch durch ihre Bemühungen erreicht.
  • ab 1958 Hausvater Ungerab 1958 Hausmutter UngerAb 1958 leitete das Ehepaar Unger das Haus. Auch ihre Zeit im „Marienstift" war geprägt durch Aufopferung zum Wohle der Erholungskinder und durch eine intensive Landwirtschaft.










 

  • Kindererholung im MarienstiftDie gesamte Kindererholung war eine sehr dankbare Zeit für das „Marienstift". Vor allem Kinder aus Großstädten fühlten sich hier sehr wohl. Oft hallte frohes Kinderlachen durch das Haus. Um den erholungsbedürftigen Kindern den Aufenthalt so angenehm wie nur möglich zu machen, gaben die Hauseltern und ihre Angestellten ihr Bestes und stellten oft eigene Interessen zurück.


 

  • Im August 1975 verließen die letzten Erholungskinder das Marienstift. Durch den Rückgang der Kinder war diese Arbeit wirtschaftlich nicht mehr zu vertreten.
  • „Es ist uns sehr schwer gefallen, die letzten Kinder gehen zu lassen", erzählte Hausvater Unger später aus seiner Dienstzeit. Durch den Rückgang der Kinder war diese Arbeit aber wirtschaftlich nicht mehr zu vertreten.
  • Nach reiflichen Überlegungen entschloss man sich, Menschen mit geistiger Behinderung in das Marienstift aufzunehmen. Die Diakonie folgte mit diesem Schritt der Not der Zeit, denn der Nachholbedarf auf diesem Gebiet war groß. Daraufhin wurde am 01.10.1975 das Heim dem Gesundheits- und Sozialwesen zugeordnet. Die Unterbringung von 12 Jugendlichen mit geistiger Behinderung aus umliegenden Psychiatrien bildeten den Beginn eines neuen Arbeitsgebietes und damit verbunden auch den Anfang umfangreicher Bautätigkeiten. Als Erstes entstanden im Heim zweckmäßig eingerichtete Gruppen- und Beschäftigungsräume für eine dem Schädigungsgrad und dem Alter der Behinderten gerechte Förderung.
  • Wesentlich trug dazu auch die Unterstützung unserer Partnereinrichtung aus Oberbayern bei. Die Herzogsägemühle und ihre Mitarbeiter gaben dabei nicht nur fachliche Hinweise, sie unterstützten auch in materieller und finanzieller Hinsicht das „Marienstift".
  • WaldarbeitenDas Betätigungsfeld der Behinderten beschränkte sich hauptsächlich auf Außenarbeiten. Unter Bruder Ungers Leitung begannen dann die ersten Kontakte zur Kirchlichen Waldgemeinschaft. Die Jugendlichen mit geistiger Behinderung führten hier je nach Jahreszeit alle Arbeiten durch, zu denen sie in der Lage waren, wie z.B. Pflanzen von Jungbäumen, Beräumungsarbeiten und dgl. Im Jahr 1977 ging das Ehepaar Unger in den Ruhestand und wurde abgelöst vom Ehepaar Kunze.


 1978

  • Die noch zum Marienstift gehörende 12 ha große Landwirtschaft nebst umfangreichem Viehbestand stellte für die Mitarbeiter eine große Belastung dar, da es an Erfahrungen auf diesem Gebiet und an eigenen Maschinen fehlte. Außerdem lenkte sie von der eigentlichen Arbeit: der Pflege, Förderung und Fürsorge der Behinderten ab. Deshalb wurde die Landwirtschaft und Viehhaltung des Marienstifts eingestellt. Den so frei gewordenen Stall baute man zur Küche aus, um im Haus mehr Platz zu schaffen.1981
  • Ein ehemaliges Garagengebäude auf dem Gelände des Marienstifts wurde zur Tischlerei ausgebaut. Hier konnten zeitweise bis zu drei Tischler dringend benötigte Produkte für den Eigenbedarf und für andere diakonische Einrichtungen fertigen.

1981

  • Ein ehemaliges Garagengebäude auf dem Gelände des Marienstifts wurde zur Tischlerei ausgebaut. Hier konnten zeitweise bis zu drei Tischler dringend benötigte Produkte für den Eigenbedarf und für andere diakonische Einrichtungen fertigen.

 

 

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